Einsatz von Patientenliftern bei Multiple Sklerose


Multiple Sklerose (MS) ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, die Rückenmark und Gehirn umfasst. MS ist im Verlauf und Beschwerdebild von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Vielfach – aber nicht immer – führt der Weg leider in den Rollstuhl.

Wenn der Gangapparat derart beeinträchtigt ist, dass sich der MS-Erkrankte nicht mehr gehend fortbewegen kann, kommt in der Regel ein Rollstuhl zum Einsatz. Im Laufe der Zeit wird das Umsetzen vom Bett in den Rollstuhl, auf die Toilette oder der Weg zur Dusche, das Ankleiden usw. zur großen Dauerbelastung. Rücken und Schultern leiden – beim Erkrankten genauso, wie bei den Pflegenden, die das Heben übernehmen müssen.

Hebehilfen wie Patientenlifter sind für an Multiple Sklerose erkrankte UND ihre Pfleger eine große Hilfe und Erleichterung. Sie übernehmen die „schwere“ Hebe- und Transferarbeit und entlasten so Schultern und Rücken. Patientenlifter bestehen aus einem Hebe-/Lifter- und einem Aufnahmesystem.

Das Liftersystem ist entweder mobil – also rollbar – oder fest an Wand oder Decke über Schienen installiert. Ein Motor übernimmt das Heben und Senken. Bei einem Deckenschienensystem kann auch die Bewegung von einem Ort zum anderen motorbetrieben erfolgen. Die Patientenlifter von Handi-Move passen sich den Bedürfnissen von MS-Patienten an. Sie sind komfortabel, zuverlässig und einfach zu bedienen.

Das Aufnahmesystem nimmt den Patienten, wie der Name schon sagt, auf. Er sitzt oder liegt darin. Es gibt bei Handi-Move viele verschiedene Hebetücher und die innovativen Hebebügel „Helfende Hände“, die u.a. den selbstständigen Transfer ermöglichen (siehe auch weiter unten).

Wie entstanden die „Helfenden Hände“?

Die große Belastung beim Umsetzung z.B. auf die Toilette eines an MS erkrankten Freundes durch seine Frau war vor über 30 Jahren für den Gründer von Handi-Move, René an Raemdonck, ausschlaggebend für die Entwicklung der Hebebügel. Er wollte zunächst nur seinem Freund und dessen Frau helfen. Gemeinsam mit der Abteilung „Bio Mechanica“ der Universität von Leuven entwickelte er die Hebebügel „Helfende Hände“, die ab sofort die schweren Hebeaufgaben übernahmen. Das war der Startschuss für viele weitere gute Produkte, die gemeinsam mit Betroffenen, Pflegern und Therapeuten immer weiter entwickelt werden.

Selbstständigkeit erhalten

Für an Multiple Sklerose Erkrankte ist es oft wichtig, so aktiv und selbstbestimmt wie möglich zu bleiben. Dazu gehört auch ein Höchstmaß an Mobilität. Sobald der Gangapparat nicht mehr belastbar, der Oberkörper aber noch ausreichend einsatzbereit ist, ist der Rollstuhl hier ein wichtiges Hilfsmittel, mit dem man sich noch selbst fortbewegen kann. Das Heben aus und in den Rollstuhl kann für MS-Patienten ebenfalls selbstständig erfolgen: mit einer Hebehilfe, wie den Handi-Move Hebebügeln „Helfende Hände“.

Sie umfassen den Rumpf sicher und sorgen für einen schonenden Transfer. Im Gegensatz zum Pflegetuch kann sie der MS-Erkrankte selbstständig anlegen und bedienen. Über ein Schienensystem an der Decke und eine Fernbedienung ist es damit auch möglich, Transfers auch ohne Rollstuhl zurückzulegen. Zum Beispiel zum Bad, ins Bett, ins Wohnzimmer oder zur Toilette. Die sogenannten Deckenliftsysteme kommen dabei ohne Wohnungs-Umbauten aus und transportieren einen Rollstuhlfahrer auch an Stellen, an die der Rollstuhl nicht mehr kommt.

Für die MS-Patienten bedeutet das ein weiteres Stück Selbstbestimmung – und Intimität. Da die Hebebügel „Helfende Hände“ den unteren Rumpf freilassen ist es möglich, sich alleine schlafen zu legen, die Toilette oder Dusche zu benutzen oder sich an- und auszukleiden. Das ist echte Lebensqualität!

Krankenkassen/Hilfsmittelverzeichnis

Viele unserer Hebehilfen und Aufnahmesysteme, wie u.a. auch die original Handi-Move Hebebügel „Helfende Hände“ oder der Deckenlifter mit Stützen, sind im Hilfsmittelverzeichnis gelistet und können von MS-Erkrankten beantragt werden. Sprechen Sie Ihren Handi-Move Partner an, er unterstützt Sie gerne mit seiner Erfahrung.

www.handimove.com