Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
Selbstbestimmung und Selbstständigkeit so lange wie möglich erhalten. Beim Aufstehen, für das Zurücklegen von Strecken im Haus und zur Unterstützung bei der Pflege von an ALS erkrankten Menschen helfen die Hebelifter von Handi-Move.
Hebehilfen für Menschen mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS)
Für Menschen, die an Amyotropher Lateralsklerose (ALS) erkrankt sind, ist es wichtig, ihre Selbstbestimmung und Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten. ALS betrifft vorrangig das motorische Nervensystem, was unter anderem zu einem fortschreitenden Muskelschwund (Atrophie) und zu Muskelschwäche (Paresen) an Armen und Beinen führt.
Wenn die Muskelkraft nachlässt, werden alltägliche Verrichtungen schwieriger und sind vielleicht ohne Hilfe nicht mehr zu bewältigen. Auch für Angehörige und Pflegende wird die Belastung irgendwann zu groß. Beim Aufstehen, für das Zurücklegen von Strecken im Haus und zur Unterstützung bei der Pflege von an ALS erkrankten Menschen helfen die Hebelifter von Handi-Move.
Die Handi-Move Hilfsmittel sind übrigens eine Leistung der Krankenkassen.
Wie kann ein Hebelifter bei Amyotropher Lateralsklerose unterstützen?
Die Hebelifter von Handi-Move sind ein Hilfsmittel beim Aufstehen, Hinlegen, Umsetzen in den Rollstuhl, für Wege im Haus (wie zum Beispiel zur Toilette oder unter die Dusche) und der Pflege zu Hause. Der Hebelifter übernimmt die schwere Arbeit, da er das Gewicht des Betroffenen trägt. Für einen Pfleger oder Angehörigen bedeutet das gerade bei erwachsenen Menschen eine große Entlastung von Schultern und Rücken.
Für den an ALS erkrankten ist es, solange noch eine ausreichende Muskelspannung vorhanden ist, möglich, mit dem Hebebügel „Helfende Hände“ von Handi-Move selbstständig aufzustehen und sich zu bewegen. Es lohnt sich, sich frühzeitig mit dieser Möglichkeit zu mehr Selbstbestimmung zu befassen. Die dadurch möglichen zusätzlichen Aktivitäten können dabei unterstützen, das eigene Leben möglichst lange selbst zu gestalten. Benutzer des Hebebügels „Helfende Hände“ berichten, wie dieser ihr Leben bereichert. (Lesen Sie hierzu die Berichte auf unserer Website unter diesem Link.)
Das Deckenlifter-System kurz erklärt:

Ein Schienensystem wird an der Decke befestigt. Daran ist ein Motor befestigt, der nicht nur die schwere Hebearbeit übernimmt, sondern auch an den an der Decke befestigten Schienen Strecken zurücklegen kann. Das geht innerhalb eines Raumes, aber auch von Raum zu Raum, durch Türen und um Ecken/Kurven. In einem Hebetuch oder dem Hebebügel „Helfende Hände“ sitzt oder liegt der Betroffene und wird vom Motor sanft und sicher angehoben und transportiert.
„Mit dem Deckenlifter kann ich mich aus dem Rollstuhl heben, vom Bett aus auf die Toilette oder unter die Dusche schweben. Mittlerweile kann ich meinen Taster nicht mehr selbst drücken, so dass ich Hilfe brauche.“
Zitat aus Brunos ALS Challenge.

Wenn sich ein Deckenlifter nicht eignet, kann ein mobiler Lifter (auch als Patientenlifter bekannt) die gleichen Aufgaben übernehmen. Dieser ist allerdings immer nur in Verbindung mit einer betreuenden Person zu bedienen, der an ALS erkrankte kann ihn in nicht alleine handhaben. Ein mobiler Lifter wird auf Rollen über den Boden von Ort zu Ort geschoben.
Vorteile vom Deckenlifter-System und mobiler Lifter:
• Zeiteinsparung durch besonders effizienten Transport
• Heben vom Boden möglich
• Betreute oder selbstständige Bedienung möglich
• Steht nicht im Weg, ist sofort verfügbar
• Motor und Schienen ermöglichen den Transfer zu jedem Ort, auch durch Türöffnungen oder in kleinen, engen Räumen
• Montage an Decke oder über freistehende Schienen
• Nutzbar mit Hebebügel und klassischer Aufhängevorrichtung mit Hebetuch
• Komfortables Wiegen mit der Handi-Move Digitalwaage
• Verschiedene Modelle für unterschiedliche Anforderungen
• Heben vom Boden möglich
• Bedienung nur mit Assistenz
• Keine Montage notwendig, je nach Modell leicht und platzsparend zu zerlegen
• Transfer von Ort zu Ort: leicht zu manövrieren – auch durch Türöffnungen
• Keine baulichen Veränderungen notwendig
• Nutzbar mit Hebebügel und klassischer Aufhängevorrichtung mit Hebetuch
• Komfortables Wiegen mit der Handi-Move Digitalwaage
Hebetuch oder Hebebügel tragen den Menschen
Als Aufnahmesystem für den Menschen gibt es bei Handi-Move Hebetücher oder den Hebebügel „Helfende Hände“. Der patentierte Hebebügel „Helfende Hände“ wurde von Handi-Move entwickelt, um Menschen mit zum Beispiel Amyotropher Lateralsklerose und deren Angehörigen den Alltag zu erleichtern. Er ist einfach und schnell anzulegen und lässt den unteren Rumpf frei. Mit einem Deckenschienen-System ermöglicht er Menschen (u.a. mit ALS), die noch über genügend Muskelspannung verfügen, selbstständige Transfers.

Ist der Einsatz des Hebebügels nicht (mehr) möglich, gibt es die hochwertig gearbeiteten Tücher von Handi-Move. Sie sind in vielen verschiedenen Ausführungen auf Größe, Gewicht und die Besonderheiten einer Erkrankung abgestimmt. Auch Sonderanfertigungen sind möglich.

Ergänzung Waage
Mit der kompakten, leichten Handi-Move Digitalwaage wiegen Sie direkt beim Heben, in einem einzigen Arbeitsgang. Das Gerät lässt sich mit nahezu allen Handi-Move-Hebesystemen kombinieren. Die Waage wiegt bis 200 kg auf 100 g genau.

„Es gibt verschiedene Haltesysteme für den individuellen Bedarf. Muss man ausprobieren. Tücher oder die „Helfenden Hände“. Mit zunehmendem Verlust der Körperspannung wird das immer schwieriger, dann ist ein Tuch besser. Man muss [Anmerkung: für den Hebebügel] schon ein bisschen was aushalten können, wenn die Muskulatur nachlässt.“
Zitat aus Brunos ALS Challenge.

Qualität und Beratung bei Handi-Move
Alle Produkte von Handi-Move sind qualitativ sehr hochwertig und gut durchdacht. Die Herstellung erfolgt im Werk in Belgien. In der Regel sind die Hilfsmittel von Handi-Move eine Leistung der Krankenkassen.
Bei Handi-Move steht an erster Stelle eine ausführliche und individuelle Beratung vor Ort. Dabei können Sie sich ausführlich informieren und die Produkte in Ruhe ausprobieren. Außerdem weiß Ihr Handi-Move Vertragspartner, ob sich ein Deckenschienen-System für Sie eignet und wie Wege am besten zurückgelegt werden können. Das ist immer unverbindlich. Sie erhalten im nächsten Schritt ein verständliches Angebot und Unterstützung bei der Beantragung bei Ihrer Krankenkasse. Sie haben immer einen festen Ansprechpartner in Ihrer Nähe, der Sie und Ihren Bedarf kennt. Sie bekommen schnelle Termine und müssen auch im Servicefall nicht lange warten.
Informationsstellen für Menschen mit Amyotropher Lateralsklerose:
Für von Amyotropher Lateralsklerose betroffene Menschen und deren Angehörige gibt es verschiedene Anlaufstellen und Selbsthilfegruppen, die informieren und unterstützen. Gerade, wenn die ALS Symptome noch unklar sind, ist das wichtig.
Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM)
Die Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM) ist eine Selbsthilfeorganisation für Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen in Deutschland. Ihr Anliegen: Beratung und Information für Betroffene und ihre Angehörige sowie die Förderung der Erforschung der vielfältigen Muskelerkrankungen, wie zum Beispiel Amyotrophe Lateralsklerose, und die gesundheitspolitische Vertretung Muskelkranker.
Pro Jahr erkranken etwa ein bis zwei von 100.000 Personen an ALS und die Häufigkeit scheint weltweit zuzunehmen. Das Krankheitstempo ist bei den einzelnen Patienten sehr unterschiedlich. Die DGM ist eine empfehlenswerte Anlaufstelle, weshalb wir sie hier gerne verlinken.
Auf der Website der DGM ist zu lesen: „In der Regel schreitet die Krankheit über Jahre gleichmäßig langsam fort, dehnt sich auf weitere Körperregionen aus und führt zu einer zunehmenden Atemschwäche. Im Falle einer ALS Diagnose kommen unerwartet und plötzlich existentielle Fragen auf Sie zu. Es bedarf Zeit, um sich in diese neue Situation einzufinden. Dies gilt auch für Ihre Familie und Ihr Umfeld. […]
Selbständigkeit und Mobilität werden von den meisten Menschen als wesentliche Faktoren der persönlichen Zufriedenheit und Lebensqualität angesehen. Um die Selbstversorgung und die Mobilität im Alltag trotz fortschreitender Muskelschwäche und Muskelschwund zu erhalten und ein möglichst aktives und selbstbestimmtes Leben führen zu können, sind erfolgreich ausgewählte und angepasste Hilfsmittel von unschätzbarem Wert.“ (Quelle: https://www.dgm.org/muskelerkrankungen/amyotrophe-lateralsklerose-als und Folgeseiten)
Auf den Seiten der DGM finden Sie viele weitere Informationen, wie auch typische ALS Symptome.
ALS-Mobil e.V.
Der ALS-mobil e.V. ist ein Verein von Betroffenen und Angehörigen die aus eigener Erfahrung wissen, was es bedeutet, mit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) zu leben. Der Verein wurde 2008 durch ALS-Betroffene gegründet und besteht – wie auch der Vorstand – immer mehrheitlich aus ALS-Betroffenen.
Das Ziel: Lebensqualität bewahren – trotz Krankheit. Raum schaffen für Begegnung, Austausch und Unterstützung.
Was bietet der Verein? Information über die Krankheit und Möglichkeiten der Versorgung, Beratung von Betroffenen, Angehörigen und Pflegenden, Unterstützung bei Anträgen, Hilfsmitteln und Fragen des Alltags, Förderung der Selbstbestimmung, Mobilität und Teilhabe, Gemeinschaft durch Treffen, Veranstaltungen und Aktivitäten.
Quelle: ALS-Mobil e.V.
ALS-Deutschland
Der ALS-Deutschland versteht sich als Zusammenschluss mehrerer ALS-Vereine auf Bundesebene.
Zur Website von ALS-Deutschland